Die Geschichte der Mallet-Lokomotiven bei NWE, GHE
und SHE
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Welch wichtige Rolle die Mallet-Loks auf den 1000mm-Bahnen im Harz spielten, zeigt die Tabelle, zusammengezählt waren es nicht weniger als 28 Maschinen!Hier geht es zur Gesamtübersicht aller Mallet-Lokomotiven im Harz mit Baujahr, Fabriknummer usw. Die NWE (Nordhausen-Wernigeroder Eisenbahn-Gesellschaft) besaß die größte Anzahl von Malletloks im Harz. Die Geschichte der z.T. noch heute existierenden B'Bn4vt-Loks ist hier beschrieben. Bereits 1897 traf die erste Harzer Mallet-Lok in Nordhausen ein. Ihr folgten bis 1901 noch weitere 11 Maschinen. Zu Beginn des ersten Weltkrieges beschlagnahmte das Militär sechs dieser Mallet-Lokomotiven, von denen keine zurückkehrte. Eine weitere verunglückte 1927 im Thumkuhlental und musste verschrottet werden. |
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| Abb.: NWE 11 (heute: 99 5901) |
Werkaufnahme Jung |
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Als Ersatz für die beiden leistungsstarken Loks wurden bald darauf zwei neue Heißdampf-Mallets von Borsig gekauft. Sie erhielten später die Nummern 99 6011 und 99 6012 und hatten die komplizierte Bauart (1'B)B1'h4vt. 99 6011 kam 1963 nach Gera zur Gera-Wuitz-Mumsdorfer Eisenbahn (GMWE), wurde am 16.08.1966 ausgemustert und noch im gleichen Jahr verschrottet. 99 6012 wurde am 26.04.1966 in Wernigerode ausgemustert und 1967 verschrottet. 1918 konnte die spätere 99 5906 günstig erworben werden. Sie war für die Heeresfeldbahnen gebaut worden, wurde aber erst zum Ende des Krieges ausgeliefert. Diese Lok existiert noch heute auf dem Harzer Schmalspurnetz und ist betriebsfähig. Die Südharzeisenbahn (SHE) von Braunlage nach Tanne/ Walkenried hatte 1898 drei Maschinen von Jung in Dienst gestellt, die mit denen der NWE bauartgleich waren. 1907, 1913 und 1916 kamen noch jeweils eine Mallet-Lok hinzu. Eine musste 1914 an die Heeresfeldbahn abgegeben werden, alle anderen wurden später nach Weimar zur WRE umgesetzt und später verschrottet bzw. als Reparationsleistung in die UdSSR überführt. 1924 wurden nochmals zwei Mallets bestellt, diesmal bei Henschel. Die schwereren Maschinen hatten jedoch unbefriedigende Fahreigenschaften. Die 1925 gelieferten Loks mit den SHE-Nummern 56 und 57 wurden 1930 auf Luttermöller-Antrieb umgebaut (Eh2), nachdem man mit einer solchen Lokomotive gute Erfahrungen gemacht hatte. Die beiden Loks waren anschließend noch bis Anfang der 60er Jahre im Einsatz. 1905 ließ die GHE (Gernrode-Harzgeroder Eisenbahn-Gesellschaft, "Selketalbahn") drei Mallets von Borsig bauen und gab ihnen die Namen "Anhalt", "Braunschweig" und "Preußen". Im Gegensatz zu den NWE- und SHE-Loks waren bei ihnen beide Fahrwerke in Innenrahmen angeordnet. Diese formschönen Maschinen wurden 1914 von der Heeresfeldbahn konfisziert. Hier waren sie als Nr. 116 ("Anhalt"), 117 ("Braunschweig") und 118 ("Preußen") im Einsatz. Der Verbleib der "Preußen" ist unbekannt, "Anhalt" (als Nr. 201) und "Braunschweig" (als Nr. 202) liefen jedoch noch bis in die fünfziger Jahre bei der französischen "Compagnie des Chemins de Fer du Nord Est" (Eisenbahngesellschaft Nord-Ost, Raum Soissons). Eine andere Quelle spricht von der Ch. d. F. Departementaux de l' Aisne [31]. Während des Krieges wurde die "Anhalt" vor einem Geschütz bei Verdun gesichtet (1918). |
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| Zeitpunkt | SHE | NWE | GHE | Anteil | |||
| Mallets | Gesamt | Mallets | Gesamt | Mallets | Gesamt | ||
| 1900 | 3 | 5 | 9 | 12 | 0 | 6 | 12/ 23 |
| 1913 | 5 | 5 | 14 | 17 | 3 | 9 | 22/ 32 |
| 1920 | 5 | 5 | 9 | 14 | 0 | 7 | 14/ 26 |
| 1928 | 3 | 8 | 8 | 14 | 0 | 9 | 11/ 31 |
| 1938 | 0 | 3 | 8 | 14 | 0 | 9 | 8/ 26 |