Die Gattung G9 der Kgl. Preußischen Staatsbahnen
Technische Daten Skizze Zurück
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"Cassel 5001", Grafenstaden Fbr.Nr. 4743 |
Foto: John |
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Die Maschinenbauanstalt Grafenstaden baute zwischen 1893 und 1898 insgesamt 27 Dampflokomotiven der Mallet-Bauart an die preußische Eisenbahn, wo sie den KED Breslau, Essen, Kattowitz und Saarbrücken zugeteilt wurden. 1893 wurde der Prototyp mit der Betriebsnummer 1900 ausgeliefert und in der KED Cöln-linksrheinisch eingesetzt. Im Gegensatz zu den Maschinen der Serienproduktion besaß die Ursprungslokomotive ein sehr kurzes Führerhaus und die Einströmrohre saßen an der Rückseite des Dampfdoms. Erst 1895 wurde mit der Serienfertigung begonnen. Der Lauf der G9 war unruhig, da das Drehgestell stark schlingerte und mangelhaft geführt war. Dies führte wiederum zu starker Gleisabnutzung. Trotzdem verblieben die Maschinen im Fuhrpark der preußischen Eisenbahnen. 1910 waren sie in den KED Breslau (4 Stk.), Cassel (10), Essen (11) und Kattowitz (2) anzutreffen. Ab 1912 waren zwei Loks der KED Essen im Bw Thorn-Mocker (KED Bromberg) stationiert. Die ersten Ausmusterungen erfolgten bereits 1912/13, die letzten während des ersten Weltkrieges. Wie bei den meisten damaligen Mallet-Lokomotiven spielten auch bei der Ausmusterung der G9 Undichtigkeiten, hohe Unterhaltungskosten und unzureichende Laufeigenschaften eine wesentliche Rolle. |
| Technische Daten: |
| Bauart | B'Bn4v | |
| Spurweite | mm | 1435 |
| Fahrgeschwindigkeit | km/h | 45 |
| Zylinderdurchmesser HD/ ND | mm | 420/ 630 (400/ 630) |
| Kolbenhub | mm | 600 |
| Steuerung | Heusinger außen | |
| Kesselüberdruck | kp/cm2 | 12 |
| Rostfläche | m2 | 1,94 |
| Verdampfungsheizfläche | m2 | 145,4 |
| Dienstmasse | t | 54,8 |
| Reibungsmasse | t | 54,8 |
| Achsfahrmasse | t | 15,05 |
| Wasserkasteninhalt | m3 | 12 |
| Tender | pr. 3T12 | |
| Hersteller | Grafenstaden | |
| Baujahr(e) | 1893 bis 1898 |
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Quelle: [23] |
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